Ökumenischer Gottesdienst

06. Juni 2019
Foto: Birgit Wachsmann

Ökumene – was ist das eigentlich genau? Ein gemeinsamer Gottesdienst der katholischen und der evangelischen Christen – und dann? Sicher haben Sie sich das auch schon hin und wieder gefragt und mit dem Gottesdienst am 6. Juni 2019 beschäftigt mich dieser Gedanke, den ich gerne mit Ihnen teilen möchte:
Der Begriff Ökumene bezeichnet  in der Bibel ursprünglich die gesamte bewohnte Welt. Im neuen Testament steht er für das Römische Reich und bezeichnet eine zukünftige Welt. In der Alten Kirche hatte der Begriff neben der politischen Bedeutung im Römischen Reich auch eine kirchliche Bedeutung und bezeichnet die Gesamtheit der Christen.  Seit dem 20. Jahrhundert bezeichnet der Begriff Ökumene den Dialog und die Zusammenarbeit der zwischen Konfessionen und Kirchen angestrebt wird (vgl.https://www.theologie.de) Zusammenarbeit die angestrebt wird? Heißt das auch: Gemeinsamer Glauben der angestrebt wird? Ist es nicht vielmehr selbstverständlich, das Christen um uns herum gemeinsam tun, unabhängig davon welcher Konfession sie angehören und in welche Kirche sie gehen? Für mich ist das so. Und auch in der Kirche St. Andreas hat es wunderbar funktioniert als der katholische Pfarrer Stefan Bringer und unsere evangelische Pfarrerin Alexandra Beiße gemeinsam darüber predigten wie sie sich über gleiche Dinge sorgen und  wie sie sich um das Geschehen in unserer Welt inhaltlich identische Gedanken machen. Ein Austausch und Zusammensein, das demnach so unterschiedlich gar nicht ist. Und so wie ich das Zusammensein im Anschluss an den Gottesdienst erfahren habe kann, zumindest in den Kirchengemeinden Harsum, der Begriff „angestrebt“ gestrichen werden. Denn Christsein und Kirche wird hier unabhängig von Konfessionen gemeinsam gelebt.

(Birgit Wachsmann)

 

Foto: Birgit Wachsmann