Churchy Heroes

Harsum, 11. August 2019

Churchy Heroes am 11. August 2019 in St. Andreas

Zum Abschluss des gemeinsamen Wochenendes gestalteten die jungen ehrenamtlichen Mitarbeiter des MAK in St. Andreas einen Gottesdienst.

Musikalisch unterstützt wurde der MAK von Lars und Jonas, die gemeinsam Gitarre und Geige erklingen ließen. Bereits mit den ersten Tönen schafften die Musiker eine Atmosphäre, mit denen sie ihre  Zuhörer verzaubern konnten. Ein Gefühl von Irischer Volksmusik machte sich breit, so lebendig haben Lars und Jonas die Kirchenmusik für diesen Tag interpretiert. Auf den ersten Blick, als Pendant zu dieser Lebendigkeit, hat sich der MAK mit dem ernsten Thema der Gerechtigkeit des Lebens auseinandergesetzt. Ist das Leben gerecht, fragen sie und vergleichen den Beginn jedes Lebens mit einem unbeschriebenen Blatt, das gestaltet werden will. Nur – hat dabei jeder gleiche Chancen? Sicher nicht. Dennoch liegt es immer auch in der eigenen Verantwortung, wie wir unser Leben gestalten und was wir daraus machen. Sind wir bereit in unser Leben  zu investieren auch wenn es mal unbequem wird? Wo beginnt für uns Gerechtigkeit? Der junge MAK hat für sich das Fazit gezogen, das Gerechtigkeit eher ein Gefühl ist. Denn  Ungerechtigkeit nehmen wir zuerst als unbehagliches Bauchgefühl war. Aber wie ist das mit der Gerechtigkeit? Wie nehmen wir sie war? Eigentlich oft erst wenn es bei uns ankommt – das unbehagliche Bauchgefühl. Müssen wir uns deshalb rechtfertigen, wenn es uns besser geht und die Gerechtigkeit es gut mit uns meint? Das beantwortet der MAK in seinem Gottesdienst mit einem klaren nein. Nur sollten wir unsere Mitmenschen wahrnehmen. „Was Du nicht willst, dass man Dir tu…“ zitieren die Jugendlichen den altbekannten Grundsatz, den wir beherzigen sollten. Gerechtigkeit, so sagt eine Definition, ist das Prinzip eines staatlichen oder gesellschaftlichen Verhaltens, das jedem gleichermaßen sein Recht gewährt. Das beinhaltet tatsächlich viel Spielraum für dieses Unbehagen in unserem Bauch. In der Bibel dagegen heißt es:  „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“ (Matthäus 7,12) Frei interpretiert die gleiche Aussage mit anderer Wirkung. Auch übersetzt die Sprache der Bibel das Wort Gerechtigkeit eher mit Wohltätigkeit. Ein Umstand, der sich aus dem Bauch heraus wertfreier positiver erleben lässt.  Wenn wir das für uns beherzigen, sind wir auf einem guten Weg. Auch wenn  wir uns nicht sicher sein können, dass wir mit dem, was um uns ist, sei es nun gerecht oder ungerecht, immer zufrieden sein werden.  

Birgit Wachsmann