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Kindergarten -  Außengelände

kindergarten

Kindergarten  Regenbogen

Konzeption

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

wir begrüßen Sie sehr herzlich in unserem Kindergarten und freuen uns, Ihr Kind ein Stück seines Lebens begleiten zu dürfen.

Wir sind uns des Vertrauens bewusst, dass Sie uns mit der Anmeldung Ihres Kindes entgegenbringen. Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie mit unserem Kindergarten vertraut machen und Ihnen die Ziele unserer Arbeit mit dem pädagogischen Konzept nahe bringen.
Wir wünschen Ihnen und uns, dass sich ihr Kind in unserer Einrichtung wohl fühlt und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Dieses Konzept stellt den derzeitigen Ist- Zustand dar und wird bei Bedarf aktualisiert. Daher ist es möglich, dass wir im Laufe des Kindergartenjahres aufgrund von gemachten Erfahrungen davon abweichen.

Ihr Regenbogenteam
Harsum im Januar 2018

Unsere Kinder entdecken ihre Welt, das Leben und den Glauben.

Sie haben Zeit zu fragen, sie leben intensiv, ihre Welt ist bunt.

Bei uns erfahren Kinder Geborgenheit und einen Glauben, der die Erwachsenen staunen lässt.

Das können Sie uns glauben!

Unsere Kindertagestätten im Kirchenkreis Hildesheim /Sarstedt sind Orte, an denen wir Ihr Kind seine Welt glauben, leben und entdecken lassen- wahre Weltkindergärten also.

Glauben

Kinder entdecken ihre Welt. Täglich kommt Neues dazu. Es ist die Zeit der Warum – Fragen. Sie finden eigene Worte für ihren Glauben, brauchen aber auch Bilder, Anregungen und gute Geschichten. Dann leben Kinder einen Glauben, der die Erwachsenen staunen lässt.

Leben

Kinder leben intensiv. Sie brauchen eine Welt, die mit ihnen wächst, größer wird. Sie wollen immer mehr hören, riechen, schmecken. Ihr Leben ist bunt. Sie wollen Leben entdecken - inmitten einer Geborgenheit, die Lust auf mehr Entdecken macht.

Entdecken

Kinder entdecken sich selbst, die anderen, Löwen, Sonnenblumen und Schmetterlinge. Regentropfen auf der Nase. Wenn man sie lässt. Unsere Kindergärten geben Ihrem Kind die Chance dazu, die Welt, den Glauben und das Leben zu entdecken.

Geschichte des Kindergartens

Kindern zu helfen, ihren Weg ins Leben zu finden, ist ein Akt der Nächstenliebe. Deshalb ist ein Kindergarten ein Teil der diakonischen Aufgabe einer Kirchengemeinde. Pastor Hartmut Liepke und der Bauunternehmer Dipl. Ing. Hans-Dieter Gäbler entwarfen im Jahr 1990 die ersten Pläne zum Bau eines evangelischen Kindergartens. Bereits im Januar 1991 erfolgte die Grundsteinlegung auf dem Kirchengrundstück in der Osterfeldstraße, im August 1991 wurde der Kindergarten eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Er bot zunächst Platz für 50 Kinder, die von 5 Erzieherinnen betreut wurden.
Im Laufe der Zeit ergaben sich Veränderungen im Betreuungsbedarf der Familien. Die Kirchengemeinde reagierte darauf mit der Einrichtung einer Krippe. Nach Entwürfen der Architekten Jochen Gursch und Wilhelmine Enkelke in Zusammenarbeit mit Heike Horn, der Baubeauftragten der Kirchengemeinde entstand ein Bau, der in harmonischer Weise die Lücke zwischen Kindergarten und Gemeindehaus schließt. Am 25.3 2009 fand die Grundsteinlegung statt und am 29.8 2009 wurde die Krippe feierlich eingeweiht. Bis zu 15 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren können dort betreut werden. Insgesamt 14 Erzieherinnen und Sozialassistentinnen betreuen in der Zeit von 7.00 bis 16.00 Uhr die 65 Kinder.

Der Kindergarten und sein Umfeld

Zum Tauffest erhielt die Einrichtung ihren Namen „Regenbogen“. Dieser wurde durch einen Ideenwettbewerb in der Kirchengemeinde ermittelt. Der Kindergarten befindet sich direkt neben dem Gemeindehaus und gegenüber dem Pfarrhaus.

Die St. Andreas Kirche grenzt mit ihren Grünanlagen an das Außengelände des Kindergartens. Im Kindergarten findet man sowohl Kinder von alteingesessenen Harsumern, als auch Kinder von zugezogenen Familien.

Eine Mehrheit der Eltern ist berufstätig. Daher besuchen fast alle Kinder den Kindergarten ganztags. Es gibt evangelische, katholische, nicht – konfessionelle, muslimische (oder Kinder anderer Religionsgruppen) Kinder im Kindergarten. Bevorzugt aufgenommen werden Kinder aus Harsum, Asel und klein Förste. Grundsätzlich können aber Kinder der gesamten Gemeinde Harsum den Kindergarten besuchen.

Raumausstattung
Im Kindergarten:
Außer den zwei Gruppenräumen stehen den Kindern und Mitarbeiterinnen noch folgende Räume zur Verfügung:

  • ein Gruppenraum
  • ein Wickelraum
  • ein Schlafraum
  • eine Garderobe
  • ein Abstellraum
  • ein WC für Erwachsene
  • das Büro der Leitung
  • ein Spielefoyer (Bewegungsraum)
  • ein Nebenraum, der als Bücherei und Geburtstagszimmer genutzt wird
  • eine Küche
  • ein MitarbeiterInnenzimmer
  • ein WC für Erwachsene zu den beiden Gruppenräumen gehören
  • je ein Toiletten-/Waschraum
  • je eine Garderobe
  • je ein Abstellraum

Außengelände

Das Außengelände dient hauptsächlich dem Freispiel, dem Austoben des Bewegungsdranges, sammeln neuer Körpererfahrungen und Festigung alter Erfahrungen.

Die Kinder dürfen bei jedem Wetter mit entsprechender Kleidung hinausgehen. Das bedeutet Regenbekleidung und Gummistiefel, wenn es regnet oder kühl ist. Wenn die Sonne scheint und es warm ist, kann mit Badebekleidung bzw. auch nackend und barfuß das Außengelände genutzt werden.
Wasser und Matsch werden angeboten. Ein kleiner Erdhügel, ein Klettergerüst mit Rutsche, ein großer Kletterbaum, und ein Sandkasten mit diversem Zubehör stehen zur Verfügung.

Eine Bewegungsbaustelle mit Getränkekisten, Röhren, Schläuchen und Bohlenbrettern ist vorhanden.

Die Bewegungsbaustelle ist ein wichtiges Element in der ganzheitlichen Erziehung. Sie fördert das soziale Miteinander, das Ausprobieren von Konfliktlösungen, kreativen Umgang mit den vorgegebenen Materialien und motiviert zu vielfältigem Rollenspiel. Diese Baustelle vermittelt grundlegende physikalische Erfahrungen und bietet sich zum Klettern, Springen, Balancieren usw. an.

Unser Außengelände wurde mit Hilfe der Eltern und unter Anleitung und Planung der „Holunderschule“ 1996 neu gestaltet. Später kam eine Wasserpumpe mit Matschbereich dazu. Dieser wird im Sommer barfuss oder auch bei kühlerem Wetter mit Matschhosen und Gummistiefel genutzt. Jeder Zeit können wir auch die große Rasenfläche des Kirchgartens nutzen, so dass wir genügend Platz zum Fußball spielen oder picknicken haben.

Rahmenbedingungen

Öffnungs – und Betreuungszeiten Der Kindergarten Regenbogen öffnet morgens um 7.00 Uhr mit dem Frühdienst. Dieser ist kostenpflichtig und die Kinder müssen dafür angemeldet sein.  Ab 8.00 Uhr beginnt die reguläre Öffnungszeit.

Alle Kinder sollten bis 9.00 Uhr im Kindergarten sein.

  • Halbtagskinder bleiben bis um 12.00 Uhr (Abholzeit 11.45 Uhr bis 12.00 Uhr),
  • Halbtagskinder mit Mittagessen bleiben bis 13.00 Uhr( Abholzeit 12.45 Uhr bis 13.00 Uhr).
  • Die Ganztagskinder bleiben bis 16.00 Uhr.

Zwischen 14.30 Uhr und 15.00 Uhr findet unsere Kakaostunde statt, in dieser Zeit sollte kein Kind abgeholt werden.

Krippe

Die Krippengruppe öffnet um 7.00 Uhr mit dem Frühdienst. Dieser ist kostenpflichtig und muss angemeldet werden. Ab 8.00 Uhr beginnt die reguläre Krippenzeit und diese dauert bis 16.00 Uhr. Von 8.30 Uhr bis 9.00 Uhr frühstücken die

Kinder und von 14.30 bis 15.00 gibt es einen Nachmittagssnack. Während dieser Zeit sollten die Kinder nicht abgeholt bzw. gebracht werden.

In den anderen Zeiten können Sie die Kinder nach Absprache mit den Erzieherinnen abholen.

Gruppenstärke

Der Kindergarten Regenbogen besteht aus zwei Gruppen mit 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Sollten Kinder unter drei Jahren im Rahmen einer alterserweiterten Gruppe im Kindergarten aufgenommen werden, reduziert sich die Anzahl der Kinder in der jeweiligen Gruppe. Seit August 2009 haben wir auch eine Krippengruppe mit bis zu 15 Kindern im Alter von 0-3 Jahren.

Ferienregelung

Der Kindergarten hat während der Sommerferien die drei ersten vollen Wochen geschlossen.

Auch zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtung nicht geöffnet. Außerdem finden jährlich zwei Studientage für die Mitarbeiterinnen und ein Betriebsausflug statt.

Aufnahmekriterien für den Kindergarten und die Krippe

Leider können wir nicht alle angemeldeten Kinder sofort aufnehmen, da wir nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund hat der Träger mit dem Elternbeirat und der Kindergartenleitung ein Punktesystem entwickelt. Das Auswahlverfahren wird mit Hilfe dieses Punktesystems vorgenommen.

Kindergarten:

1. Alter:

 

•  3jährige

bis zu 4 Punkten*

•  4 jährige

6 Punkte

•  5 jährige

8 Punkte

•  6 jährige

10 Punkte

•  je nachdem in welchem Quartal das Kind geboren wurde ( siehe Punkt 7)

Geschwisterkinder

  • wenn beide Kinder ( oder mehr) gleichzeitig den Kindergarten besuchen 3 Punkte
  • wenn ein Kind bereits nicht mehr im Kindergarten ist  1 Punkt

Berufstätigkeit

•  beider Eltern, wenn dieses im Aufnahmeformular vermerkt ist
2 Punkte

Alleinerziehend

•  und berufstätig

Soziale Aspekte

  • Sprache
  • Trauerfall in der Familie (1. Grades)
  • Schwere Erkrankung oder Behinderung der Eltern oder      Geschwister
  • Umzug
  • sonstige Notlagen

    Jeweils 1 Punkt, max. 6 Punkte

Ausweichkindergarten

•  war das Kind 1 Jahr in einem anderen Kindergarten, da es im Kindergarten Regenbogen keinen Platz bekommen hat

Unter 3 jährige

Es gelten die gleichen Kriterien, lediglich beim Alter wird hier das Quartal in welchem der Geburtstag liegt bewertet

  1. Quartal        4 Punkte
  2. Quartal        3 Punkte
  3. Quartal        2 Punkte  
  4. Quartal        1 Punkt

Mit Hilfe dieser Kriterien wird eine Aufnahme und Warteliste erarbeitet. Diese wird im Laufe des Jahres weitergeführt und im Fall freiwerdender Plätze in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Harsum angewendet. Sollte es zu einer unvorhergesehen Härtefallregelung kommen, entscheidet die Kindergartenleitung, der Pastor*in und die Vorsitzende*r des Kindergartenbeirates über die Platzvergabe.

Unser Bild vom Kind

Jedes Kind bringt seine Persönlichkeit schon mit, wenn wir es kennen lernen. Es hat Vorlieben und Abneigungen, Stärken und Schwächen wie wir. Die Kinder sind Akteure ihrer Entwicklung, d.h. sie haben eine angeborene Bereitschaft zum Lernen. Sie wollen sich weiterentwickeln und ihre Umwelt begreifen lernen.

Es ist unser Bestreben, das Kind zu unterstützen, wenn es Hilfe fordert, ihm Zuwendung und Schutz zu geben, wenn es dieses wünscht. Gelingt uns dieses in partnerschaftlichem Umgang mit den Kindern, dann sind wir unserem Ziel einen Schritt näher gekommen, die Kinder für ihren weiteren Lebensweg in ihrer Persönlichkeit zu stärken.

Kinder in christlicher Verantwortung zu erziehen, heißt, sie so anzunehmen wie sie sind. Das Kind steht mit seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Wir nehmen sie mit ihren Bedürfnissen ernst und geben Ihnen Schutz, Geborgenheit und Sicherheit. Erst wenn diese Grundbedürfnisse des Lebens erfüllt sind, spielen Kinder - lernen Kinder. Wir helfen den Kindern bei der Bewältigung ihrer Lebens-Situation und begleiten sie bei der Auseinandersetzung mit der Welt.

„Der Situationsansatz“

Große Persönlichkeiten wie Montessori, Fröbel u.ä. prägten international verbreitete Konzepte. In Deutschland wurden durch praxisorientierte Forschungsprojekte weitere pädagogische Konzepte entwickelt, die dann die Arbeit unserer Kindertagesstätten beeinflusst haben.

Dabei hat sich der Situationsansatz als eine besonders geeignete Form des Lernens für Kinder im Elementarbereich erwiesen. Wir sind ein „offener“ Kindergarten und arbeiten nach dem Situationsansatz. Das heißt, wir orientieren uns an Situationen der Kinder, die aktuell oder in naher Zukunft zu erwarten sind. Daher werden Interessen und Fragen der Kinder berücksichtigt und beantwortet, z.B. durch Erkundungen im eigenen Stadtgebiet. Situationen, die aufzugreifen sind, ergeben sich aus dem alltäglichen Leben der Kinder, aus aktuellen lebensgeschichtlichen Ereignissen, aus lokalen Geschehnissen oder aus jahreszeitlichen Besonderheiten.

Die Angebote an die Kinder sind gruppenübergreifend, gruppenintern, altersgemischt oder altersbezogen. Die Raumgestaltung ist gemeinschaftliche Arbeit der Kinder und Erzieher. Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, Wünsche bezogen auf Einrichtungsgegenstände oder Bastelmaterialien erfüllt zu bekommen, soweit diese Wünsche realisierbar sind. Die Erzieher*innen müssen die Lebenssituation eines jeden Kindes kennen, um z.B. in einer Spielsituation die richtige Anregung für die Förderung des Kindes zu finden.

Die Rolle der Fachkraft

Die Grundvoraussetzung zum Lernen ist die Herstellung von sicheren Beziehungen, daher ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Fachkraft eine sichere Beziehung zum Kind zu entwickeln.

Die Erzieher*innen sehen es als ihre Aufgabe aan, jedes Kind individuell zu fördern. Die Fachkraft respektiert die Entwicklungsbedürfnisse, Interessen und Lebensbereiche und nimmt diese ernst. Sie erkennt und erweitert die Stärken des Kindes! Jedes Kind soll sich im Kindergarten wohl fühlen und eine sichere Beziehung zu der Erzieher*in haben. Aufgabe der Fachkraft ist es, die Bedürfnisse zum eigenaktiven Handeln von Kindern allein und in der Gruppe zu ermöglichen, sowie gleichzeitig auf der Basis der Beobachtung zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Angebote zu entwickeln. Die Erzieher*in plant die Arbeit an Themen, die Kleingruppen oder die ganze Gruppe interessieren, und sie führen sie Projekte durch. Der Kindergarten ist ein Ort zum Entdecken, Erforschen und Erfinden.

Zum beruflichen Handwerkszeug der Fachkräfte gehört es, die Kinder zu beobachten und diese Beobachtungen zu dokumentieren. So können sie die Entwicklungsfortschritte jedes Kindes festhalten und gezielt Anregungen geben.

Das Spiel – die elementare Lernform von Kindern!

Das Spiel ist die Arbeit des Kindes! Das Kind benötigt zum Spielen Zeit und eine vertraute Umgebung, in der es sich sicher fühlt. In der Altersgruppe der 0-6 jähriger Kinder kommt dem Spiel die Schlüsselrolle beim Lernen und bei der emotionalen Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu.

Spiele sind die tätige Auseinandersetzung des Kindes mit seiner inneren und äußeren Umwelt und ein „Begreifen“ von Zusammenhängen mit allen Sinnen: Ein Kind im frühesten Lebensalter kommt vom Greifen des Spielzeugs über das Ausprobieren zu einem Verstehen der elementaren physikalischen Gesetze. Kinder spielen aus eigenem Antrieb, sie konstruieren und rekonstruieren im Spiel Beziehungen, sie schaffen sich die passenden Bedingungen und verhalten sich so, als wäre das Spiel Wirklichkeit. Gleichwohl verläuft das Spiel nicht willkürlich, sondern beim genauen Beobachten erkennt man gestaltende Faktoren und einen in sich geordneten Ablauf. Sie erproben Stärken und Schwächen und setzen sich mit Rollen auseinander- freiwillig und mit Spaß, mit Versuch und Irrtum und ohne Angst, denn das Spiel kann von ihnen selbst jederzeit verändert oder abgebrochen werden. Es ist nicht der Sinn des Spiels, ein bestimmtes Ergebnis hervorzubringen.

Beobachtung und Dokumentation Portfolio

Jedes Kind in unserer Einrichtung bringt zu Beginn eine Mappe mit, in der Erlebnisse, Erinnerungen und Entwicklungsschritte festgehalten werden. Die Mappe verbleibt im Kindergarten und wird von den Kindern und Erzieherinnen gemeinsam gestaltet. Die Mappe nehmen die Kinder nach der Krippen- bzw. Kindergartenzeit mit nach Hause. In der Krippe werden die einzelnen Blätter einlaminiert, damit sie der höheren Beanspruchung der jüngeren Kinder standhalten können. (Dafür sammeln wir zu Beginn der Krippenzeit 5,- Euro von jedem Kind ein).

Baum der Erkenntnis

Dieses Buch wird von den Erzieher*in für jedes Kind geführt. Dort wird festgehalten, wann die Kinder Entwicklungsschritte machen. Am Anfang der Krippen- bzw. Kindergartenzeit erwerben die Eltern dieses Buch für 8,- Euro und können es dann vor Schulbeginn mit nach Hause nehmen.

Partizipation

Partizipation von Kindern ist der Schlüssel für Bildung und Demokratie.

Demokratische Kompetenzen werden nicht in einmaligen Veranstaltungen gelernt, sondern im täglichen Miteinander. Kinder müssen in ihrem Alltag die Erfahrung machen, dass ihre Meinung gefragt ist und sie reale Chancen haben, in ihrem Lebensumfeld zu beeinflussen. Allzu oft wird jedoch von den Kindern verlangt, sich dem eingespielten Alltagsbetrieb des Kindergartens anzupassen. Es wird viel Zeit und Kraft darauf verwendet, damit Kinder Entscheidungen Erwachsener akzeptieren, anstatt ihnen zu helfen, ihre eigenen Interessen und Vorstellungen auszudrücken und umzusetzen. Partizipation ernst nehmen, heißt, Kinder darin zu unterstützen, als Experten in eigener Sache aufzutreten. Partizipation von Kindern verlangt daher vor allem, Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen. Diesen Grundgedanken versuchen wir, in unsere tägliche Arbeit mit einzubeziehen. Wir wollen die Kinder dort beteiligen, wo sie betroffen sind.

Resilienz

Ein wichtiger Grundgedanke unserer Arbeit ist die Resilienzförderung. Resilienz bedeutet innere Stärke und Widerstandskraft. Wir sehen die Kinder als „aktive Bewältiger und Mitgestalter“ ihres Lebens. Sie sind schwierigen und belastenden Lebensumständen nicht hilflos ausgeliefert, sondern haben Ressourcen zur Verfügung, ihnen zu begegnen und sich dabei weiterzuentwickeln. Das bedeutet nicht, dass die Kinder für ihre Entwicklung und positive Bewältigung von Belastungen zuständig sind. Die Kinder sind auf Unterstützung von außen angewiesen. Im Kindergarten kann Resilienz gefördert und gestärkt werden und ist am erfolgreichsten, wenn Fachkräfte, Eltern und Kinder in die stärkeorientierte Sicht auf das Kind und seine Familie einbezogen werden.

Rechte der Kinder

Alle 193 Staaten der Welt, die der UN (United Nations) angehören, haben sich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Kinderrechte in ihrem Land eingehalten werden. Festgeschrieben und kontinuierlich weiterentwickelt wird dieses Vorhaben in der so genannten Kinderrechtskonvention mit insgesamt 54 Artikeln. Das Übereinkommen der Länder wurde am 20. November 1989 verabschiedet und ist im April 1992 in Deutschland in Kraft getreten. Der 20. November gilt seither als Weltkindertag. Kinderrechte sind Menschenrechte und haben universelle Gültigkeit. Die wichtigsten sind:

Pädagogische und gesetzliche Grundlagen: Die neun Lernbereiche des niedersächischen Orientierungsplans

Maßgeblich arbeiten wir in Anlehnung an den Niedersächsischen Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Kultusministeriums (www.mk.niedersachsen.de). Der Niedersächsische Orientierungsplan beschreibt die Grundlagen der Elementarpädagogik in neun Lernbereichen.

In der folgenden Kurzdarstellung finden Sie jeweils ein Beispiel zu:

  • Inhalt
  • Umsetzung 
  • Rolle der pädagogischen Mitarbeiter*innen

LERNBEREICH 1: Emotionale Entwicklung und soziales Lernen ...

  • . .. sind die Grundlagen für ein gelungenes Zusammenleben.
  • Die Kinder lernen zum Beispiel: Konflikte zu lösen, eigene Ideen umzusetzen.
  • Wir Mitarbeiter*innen beobachten und begleiten das einzelne Kind.

LERNBEREICH 2: Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen ...

  • ... im individuellen Lernrhythmus ohne Zeitdruck.
  • Die Kinder haben Freude an Bewegung, Musik, Sprache, am eigenen Denken.
  • Wir Mitarbeiter*innen begleiten das Kind in lernfreundlicher Atmosphäre beim Freispiel.

LERNBEREICH 3: Körper – Bewegung – Gesundheit

  • Bewegung ist die Voraussetzung für Wohlbefinden, der Impuls zum Lernen.
  • Die Kinder finden zahlreiche Bewe-gungsangebote im Haus, auf dem Hof, im Wald bei jedem Wetter
  • Wir Mitarbeiter*innen legen Wert auf Bewegung und Entspannung im Gleichgewicht und achten auf gesunde Ernährung.

LERNBEREICH 4: Sprache ...

  • ... ist der Schlüssel zur Welt.
  • Die Kinder haben Freude am Sprechen, am Geschichtenerzählen und an Büchern.
  • Wir Mitarbeiter*innen schaffen vielfältige Sprachanlässe und haben Zeit für Dialoge, Lieder und Reime.

LERNBEREICH 5: Lebenspraktische Kompetenz ...

  • ... schafft Selbstständigkeit und Erfolgserlebnisse, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit.
  • Die Kinder üben das An- und Ausziehen, helfen sich gegenseitig und sorgen für sich.
  • Wir Mitarbeiter*innen sind den Kindern Vorbild und ermutigen sie zu selbstständigem Handeln.

LERNBEREICH 6: Mathematisches Grundverständnis ...

  • ... ist wichtig für die eigene lebenspraktische Kompetenz.
  • Die Kinder spielen im Baubereich, benennen im Morgenkreis Tag, Monat, Datum.
  • Wir Mitarbeiter*innen regen ein Verständnis an für Formen, Größen, Mengen, Zeit und Raum.

LERNBEREICH 7: Ästhetische Bildung ...

  • ... ist die Wahrnehmung mit allen Sinnen, ist Gestalten, Körpererfahrung, Singen, Tanzen ...
  • Die Kinder malen, tuschen, kneten, schneiden, basteln, machen Rollenspiele ...
  • Wir Mitarbeiter*innen helfen den Kindern, eigene Wünsche und Ideen umzusetzen und geben Impulse.

LERNBEREICH 8: Natur und Lebenswelt ...

  • ... weckt den Forschergeist und gibt lebenspraktische Kompetenz.
  • Die Kinder erleben die Natur und Umwelt mit allen Sinnen.
  • Wir Mitarbeiter*innen ermöglichen den Kindern das Beobachten und Erforschen

LERNBEREICH 9: Ethische und religiöse Fragen, Grunderfahrungen menschlicher Existenz ...

  • ... heißt staunen und fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Worin liegt der Sinn?
  • Die Kinder hören biblische Geschichten, sind Kirchenforscher, fragen nach Gott und der Welt und feiern gemeinsam Andachten.
  • Wir Mitarbeiter*innen vermitteln die christlichen Werte im alltäglichen Miteinander.

Religionspädagogisches Konzept

Wir leben mit Kindern in bewusst gestalteten Räumen, die religiöse Lernerfahrungen ermöglichen. Christliche Bilderbücher, Kinderbibeln sind Kindern in den Leseecken oder der Bücherei zugänglich.

Darüber hinaus nutzen wir auch den Kirchenraum. In monatlichen kleinen, kindgerechten Andachten gehen wir mit unserer Pastorin in die St. Andreas Kirche. Die 6er Banden-Kinder machen mit der Kirchenpädagogin eine Führung dort und entdecken immer wieder Neues. Ebenso werden das Erntedankfest, Martinsfest und Abschied der Schulkinder immer mit einer Andacht verbunden.

Wir leben mit den Kindern in verlässlichen Beziehungen. Wir achten auf ein wertschätzendes, zugewandtes und achtsames Miteinander. Konflikten und Streitigkeiten gehen wir nicht aus dem Weg, sondern nehmen sie konstruktiv auf. Fragen der Kinder nach dem Leben und der Endlichkeit greifen wir auf und ermutigen sie im Dialog, eigene Erklärungen und Deutungen zu entwickeln.

Wir gestalten mit den Kindern besondere Zeiträume des Innehaltens am Tag, in der Woche, im Festkreis des Kirchenjahres, in Gottesdiensten und Andachten. Wir sprechen das religiöse Empfinden der Kinder insbesondere über das Singen christlicher Lieder und das Kennenlernen unterschiedlicher Gebetsformen an. So beten wir z. B. vor dem gemeinsamen Mittagessen.

Wir machen Kinder mit unseren christlichen Symbolen und Ritualen vertraut. Diese können Sicherheit vermitteln und den Alltag ordnen und strukturieren.

Wir erzählen den Kindern Geschichten aus der Bibel, die ihnen Möglichkeiten zur Identifikation anbieten und an denen sie wachsen können. In der Bücherei haben wir einen Schrank gestaltet, in dem in jeder Schublade eine biblische Geschichte in Form von Tischtheatern o.ä. vorbereitet liegt. So kann jederzeit ohne große Vorbereitung eine Geschichte gespielt werden.

Eingewöhnungsphase

In der Krippe ist natürlich noch viel mehr Zeit und Elternzusammenarbeit nötig. Wir gestalten die Eingewöhnung individuell ganz nach den Bedürfnissen der Kinder. Die Eltern sollten auf jeden Fall 2 -3 Wochen Zeit einplanen, die sie mit im Kindergarten oder rufbereit sein sollten.

Vor dem Krippenbeginn findet ebenfalls ein Einführungselternabend statt, sowie ein „Kennlernnachmittag“ in der Krippe. Bei einem Hausbesuch erhält die Bezugserzieherin erste Informationen über die Vorlieben, Abneigungen, Interessen und Gewohnheiten Ihres Kindes.

Eingewöhnung in der Krippe

  • Eingewöhnungselternabend
  • Kennlernnachmittag
  • Hausbesuch (das Eingewöhnungskind  wird ca. 1 Stunde zu Hause besucht zur  Klärung von Fragen wie z.B. Tagesablauf, Vorlieben des Kindes, Erwartungen)
  • Eingewöhnung ( die Eingewöhnung wird individuell abgestimmt, am 1-3 Tag begleitet ein Elternteil des Kind für ca. 1 Std., ab dem 4. Tag 1. Trennungsversuch). Wünschenswert ist es , wenn die Eltern 3-4 Wochen Zeit einplanen. • Die Eingewöhnung ist soweit abge-  schlossen, wenn das Kind sich von der  Bezugserzieherin trösten lässt!

Unsere Krippe

Der Tagesablauf:

Erkundung des Kindergartens, helfen Kontakt mit anderen Kindern aufzunehmen, singen und spielen gemeinsam.

Bei der Eingewöhnungsphase ist uns eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig, um die Trennung von den Eltern für die Kinder so individuell wie möglich zu gestalten.

Die Krippenkinder, die schon in unserer Einrichtung sind, haben in den letzten Wochen der Krippenzeit die Möglichkeit, mehrmals im Kindergarten zu schnuppern, um ihnen den Übergang zu erleichtern. Um neue Eltern mit unserer Konzeption und dem Alltag vertraut zu machen, findet vor jedem Kindergartenjahr ein Einführungselternabend statt.

Eckpfeiler der Eingewöhnungsphase

Infos-Treff für neue Eltern
Erstes Kennenlernen von Müttern, Vätern und pädagogischen Fachkräften. Informationen zur Eingewöhnungsphase.

Schnupper-Stunde

Erster Kontakt des Kindes: In Begleitung von Mama oder Papa können pädagogische Fachkräfte, Gruppenraum und Kinder „beschnuppert“ werden.
Das Kind wählt seinen Garderobenhaken als ersten „Ankerplatz“.
Zeit für Fragen und individuelle Absprachen.

Der erste Tag

Bis zu zwei neue Kinder pro Gruppe und Tag werden aufgenommen. Nach direkter Übergabe und kurzer Verabschiedung spielen die Kinder und werden mit Absprache abgeholt.

Der erste Elternabend

Kennenlernen der Elterngruppe und Informationen zum Verlauf der Eingewöhnungsphase.
Wahl der Elternvertreter *innen für den Beirat des Kindergartens.

Gruppenwochen

Stabilisierung der Gruppenzugehörigkeit und Abschluss der Eingewöhnungsphase.

Freispiel

Das Freispiel ist ein Grundbedürfnis der Kindheit und nimmt den größten Zeitraum in Anspruch, während die Kinder im Kindergarten sind. Das Freispiel wird im Haus und draußen im Garten des Kindergartens angeboten.
Freispiel bedeutet aber auch, dass die Kinder (ab 3 Jahren) nicht ständig und ununterbrochen beaufsichtigt werden. So dürfen z.B. drei Kinder aus jeder Gruppe im Spielefoyer, zwei Kinder je Gruppe auf dem Flur und zwei Kinder aus jeder Gruppe auf dem Außengelände spielen. Es gelten klar abgesprochene Regeln, die dann von jedem Kind eingehalten werden müssen. Durch das Freispiel erhalten die Kinder die Möglichkeiten, ihre Wüsche, Bedürfnisse und Interessen zu realisieren, indem sie das Spiel selbst, den Ort und die Freunde frei bestimmen können. Die Erzieherin nimmt die Bedürfnisse der Kinder, ihre Stärken und Schwächen wahr. Sie unterstützt die Kinder bei Spielszenen, hilft bei der Konfliktlösung, tröstet, setzt Grenzen, bietet sich als Spielpartnerin an und bringt neue Anregungen ins Spiel ein.

Wichtig ist uns dabei, die Erzieherinnen nicht als Animateure wirken zu lassen, sondern nach dem Grundsatz „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ zu handeln. Eine wichtige Aufgabe der Erzieherinnen ist es ebenso, dafür zu sorgen, dass bei den Spielmöglichkeiten alle Altersgruppen berücksichtigt werden.

Mit dem Freispiel wird eine wesentliche Grundvoraussetzung für das schulische Lernen geschaffen, da hier Motivation, Interesse, eigenständiges Bearbeiten von sachorientierten Problemstellungen und eigenverantwortliches Handeln aufgebaut werden. Im Spiel können Fantasie, Schaffens- und Entwicklungsfreude, Kreativität, Kooperationsfähigkeit, Konfliktlösungsverhalten und Selbstwertgefühl entwickelt und erfahren werden. Freiraum ist für Kinder deshalb so wichtig, weil sie hier lernen, die Realität zu begreifen und Erfolgserlebnisse zu haben.

Gezielte Angebote

Freispiel und gezielte Angebote laufen während des Vormittages nebeneinander her, können sich auch gegenseitig ergänzen oder auch weiterführend eingesetzt werden.

Gezielte Angebote beruhen hauptsächlich auf:

  • Wünschen und Interessen der Kinder
  • Erlebnissen der Kinder
  • Jahreszeiten und deren Feste in Übereinstimmung mit dem Kirchenjahr
  • dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder

Diese gezielten Angebote werden hauptsächlich für die Kinder der eigenen Gruppe von den pädagogischen Mitarbeiterinnen erarbeitet und angeboten, d.h. für einzelne Kinder, aber auch für Kleingruppen oder im Stuhlkreis für die gesamte Gruppe.

Die gezielten Angebote werden in einem Thema oder Projekt zusammengefasst– z.B. „Herbst“:

  • Erntedank, Wetter, Blätterfallen von den Bäumen— warum?
  • Früchte, Lieder, Fingerspiele, Bilderbuch „Frederik“
  • Blätterbau basteln, Herbstfarben ken-nen lernen,Rhythmik
  • Blätter fallen, Musik „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi, Drachensteigen lassen, Wind usw.
  • Die Themen und deren Inhalte variieren von Jahr zu Jahr sehr stark, je nach der gegebenen Kindergruppe. Wie lange an dem Thema gearbeitet wird, richtet sich auch nach dem Interesse der Kinder aus.

    Frühstück

    Der Frühdienst bereitet im Kindergarten in jeder Gruppe den Frühstückstisch vor, so dass die Kinder im Laufe des Vormittags bis ca. 10.30 frühstücken können. Das Frühstück wird von zu Hause mitgebracht. Dabei sollte Wert auf abwechselungsreiches, gesundes Essen gelegt werden. Getränke werden vom Kindergarten gestellt. Es gibt Tee, Milch, Kakao , Wasser und Apfelschorle. Die Kinder setzen sich an den Tisch, waschen anschließend ihren Teller ab und räumen ihr Frühstück weg. Immer wenn Andacht ist, frühstücken wir gemeinsam. Die Eltern füllen auf freiwilliger Basis unseren Obstkorb, der in den Gruppen steht. So kann das Obst im Laufe des Vormittages zusätzlich zum Frühstück angeboten werden.

    Geburtstag

    Der Geburtstag eines jeden Kindes ist für uns etwas Besonderes. Das Kind darf sich aussuchen, mit welchen und wie vielen Kindern es feiern möchte und mit welcher Erzieher*in. Das teilen wir den Eltern mit, die in der Regel eine Kleinigkeit für die Feier mitbringen (Kuchen, Pudding, Obstspieße). Das Kind feiert dann in der Bücherei (oder wenn es zuviel Kinder sind in der Gruppe) nach einem bestimmtes Ablauf.

    Projekte: 6er Bande

    Die Kinder, die im kommenden Jahr 6 Jahre alt werden, werden zur so genannten 6er Bande zusammengefasst. Diese Kinder treffen sich einmal in der Woche mit zwei Erzieherinnen gruppenübergreifend. Während jeder 6er Bande machen die Kinder einen Erste Hilfe Kurs und besuchen das St. Bernward Krankenhaus.

    Innerhalb dieser Kleingruppe von Gleichaltrigen besteht noch einmal die Möglichkeit, die Kinder in Bezug auf die Schulreife gezielt zu fördern.

    Das Thema des Projektes der 6er Bande ist „Ich bin Ich“.

    Das Training unterstützt die Kinder bei der Bewältigung der alltäglichen Belastungen, denen Kinder ausgesetzt sind.

    Es unterstützt sie dabei Selbstsicherheit zu entwickeln, Kommunikationsfähigkeiten zu erwerben und sich selbst und andere kennen zu lernen. Insbesondere zur Vorbereitung auf die Schule soll das Selbstwertgefühl und das Wohlbefinden der Kinder gestärkt und gefördert werden. Das Programm ist untergliedert in 6 Einheiten

  • Selbstwahrnehmung
  • Selbststeuerung
  • Selbstwirksamkeit
  • Soziale Kompetenz
  • Umgang mit Stress
  • Problem lösen

Projekt „Tod und Sterben“

Heute bereiten wir unsere Kinder auf alle anstehenden Veränderungen vor (z.B. wenn ein Geschwisterkind kommt, Vorbereitung auf die Schule…). Wir sind der Meinung, wenn man Kinder auf das Leben vorbereiten will, darf man das Thema „Tod“ nicht auslassen. Als Mitglied einer Familie sollte das Kind an jedem wichtigen, selbst traurigen, Ereignissen teilhaben dürfen. Es ist eine Tatsache, dass es gut und hilfreich für das Kind ist, wenn wir sie in alle unsere Erfahrungen mit hinein nehmen- in kindgemäßer Weise.

Jedes Jahr bieten wir für die fünfjährigen Kinder in unserem Kindergarten das Projekt „Umgang mit Tod und Sterben“ an. Die Teilnahme ist freiwillig und nicht verpflichtend. Auch die Eltern werden bei einem Elternabend über dieses, für viele nicht leichte Thema informiert. Das Projekt wird von Erzieherinnen durchgeführt, die sich lange und intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Zusammenarbeit mit Eltern

Alle Kinder und Eltern sind uns willkommen. Zum Wohle des Kindes ist uns Mitarbeiter*innen eine gute und vertrauensvolle Erziehungspartnerschaft mit den Eltern wichtig.

Die Mitarbeit der Eltern ist erwünscht, für Ideen und Anregungen sind wir dankbar. Wenn Sie als Eltern Fragen haben, sich freuen oder ärgerlich sind, dann sollten Sie die betroffenen pädagogischen Mitarbeiterinnen ansprechen.

In jedem Kindergartenjahr wird ein Elternrat gewählt, der eine beratenden Funktion hat.

Aus jeder Gruppe wird ein/e Elternvertreter/in und jeweils ein/e Stellvertreter/in in den Elternrat gewählt. Der Kindergartenbeirat besteht aus dem Elternrat, zur Zeit zwei Mitgliedern des Kirchenvorstandes (die auch für Rückfragen zur Verfügung stehen), zwei Erzieherinnen und der Leiterin der Einrichtung.

Hierzu gibt es eine Satzung mit einer Aufgabenbeschreibung und Wirkungsrechten. An Elternarbeit bieten wir an:

  • kurze Tür- und Angelgespräche beim Bringen und Abholen der Kinder, um aktuelle Freuden oder Belastungen mitteilen zu können
  • Hospitieren der Eltern nach Absprache in der jeweiligen Gruppe
  • intensive Elterngespräche nach vorheriger Terminabsprache (auch nach Kindergartenschluss möglich)
  • Gruppenelternabende
  • gruppenübergreifende Elternabende mir speziellen Themen und ggf. einem Referenten
  • Eltern/Kind Nachmittage
  • Vater/Kind Nachtwanderung
  • Feste und Feiern für Eltern und gemeinsam mit Eltern und Kindern
  • Elterngepräche für den regelmäßigen Austausch über den aktuellen Entwicklungsstand des Kindes

Personelle Besetzung:

In unserer Einrichtung arbeiten 14 Erzieherinnen und Sozialassistenten mit unterschiedlichen Arbeitszeiten. Darunter haben wir zwei „hausinterne“ Springkräfte, die bei Urlaub, Fortbildung und Krankheit in allen Gruppen vertreten.

Zwei Reinigungskräfte sorgen für einen sauberen Kindergarten. Die für die Krippe zuständige Kraft ist zugleich auch unsere Küchenkraft, sie kümmert sich in der Mittagszeit um die Küche. Zudem beschäftigen wir mit 5 Stunden in der Woche einen Hausmeister und Gärtner.

Verfügungszeiten

Unter Verfügungszeit verstehen wir die Zeit, die für die pädagogische Arbeit notwendig ist, jedoch nicht am Kind stattfindet.

Jeder Gruppe stehen 7,5 Stunden Verfügungszeit zu. Diese Zeit wird für Vorbereitung der AG´s und Projekte, Reflektionen, Elterngespräche u.s.w. benötigt.

Einmal wöchentlich findet bei uns eine Dienstbesprechung für das pädagogische Personal statt.

Fort- und Weiterbildung

Den Mitarbeiterinnen stehen jährlich zwei gemeinsame Studientage zur internen Fortbildung zur Verfügung. An diesen Tagen bleibt der Kindergarten geschlossen. Studientage bieten uns die Möglichkeit, im gesamten Team an praxisrelevanten Themen zu arbeiten und die konzeptionelle Arbeit zu prüfen und weiter zu entwickeln Die Mitarbeiter*innen nehmen außerdem regelmäßig an Fortbildungen teil. Die Auswahl richtet sich nach den Arbeitsschwerpunkten unserer Konzeption und aktuellen Entwicklungen innerhalb der Pädagogik.

Der Kindergarten als Ausbildungsstätte

Jeweils entsprechend der Nachfrage bilden wir auch aus, z. B.

  • Auszubildende Erzieher*innen, Sozialassisten*innen
  • Praktikanten der berufsbildenden Schulen in den unterschiedlichen Ausbildungsformen und Praktikumsverläufen
  • Wir stellen auch Praktikumsplätze für allgemeinbildende Schulen zur Verfügung

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir arbeiten mit der Grundschule Harsum zusammen, indem z.B. die einzuschulenden Kinder eine Hospitationsstunde besuchen. Zudem gibt es einen runden Tisch der Kindergärten, Schulkindbetreuung und Grundschule. Wir sind bemüht, diese Zusammenarbeit zu vertiefen und auszubauen.

Auch mit den anderen Kindergärten in Harsum stehen wir im Austausch. Ebenso treffen wir uns alljährlich zur Platzvergabe der Kindergarten- und Krippenplätze. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen bietet uns die Möglichkeit, mit Kolleg*innen und anderen Fachkräften Erfahrungen auszutauschen und neue Informationen zu gewinnen.

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt finden zahnärztliche Untersuchen sowie die PIAF –Untersuchung in unserer Einrichtung statt. Bei der PIAF Untersuchung werden Kinder zwei Jahre vor der Einschulung in Zusammenarbeit mit den Fachkräften vor Ort untersucht.

Eine sehr bereichernde Zusammenarbeit besteht seit Jahren mit dem Cäcilienhof. Regelmäßig treffen sich Kindergartenkinder mit den Bewohner(innen, um gemeinsam zu singen, basteln oder zu spielen. Bei Bedarf sind wir auch im Kontakt mit Frühfördereinrichtungen, Ergotherapeuten oder Logopäden.

Ebenso arbeiten wir mit der evangelischen Familienbildungsstätte in Hildesheim zusammen.

Die sechs Grundsätze für die Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten

In den Grundsätzen für die Arbeit in evangelischen Kindertagesstätten „Das Kind im Mittelpunkt“ wird unsere profilierte evangelische Bildungsverantwortung sichtbar.
1.  Das Kind im Mittelpunkt
2. Recht auf Bildung, Erziehung und Betreuung
3. Recht auf Inklusion
4 .Recht auf Religion
5. Recht auf Partizipation
6. Entwicklung einer bestmöglichen Qualität.

Gesetz über Tageseinrichtungen mit 1. und 2. Durchführungsverordnung für Kinder des Landes Niedersachsen (KiTaG, Nds.) Hier finden sich Bestimmungen zu Personal und Fortbildung, Elternvertretung, Öffnungszeiten sowie Grundlegendes zum Rechtsanspruch und zur Finanzierung von Kindertagesstättenplätzen. Vor allem aber formuliert das KiTaG einen Bildungsauftrag:

§ 2 KiTaG – Landesrecht Niedersachsen:

Auftrag der Tageseinrichtungen (1) Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Sie haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Tageseinrichtungen sollen insbesondere

  • die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken,
  • sie in sozial verantwortliches Handeln einführen,
  • ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln,
  • die eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern,
  • die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Fantasie fördern,
  • den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen,
  • die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern und den Umgang von behinderten und nicht behinderten Kindern sowie von Kindern unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördern.
  • Präambel für Elternbeirat

Kinderschutz

Grundlage für die Umsetzung ist die Rahmenvereinbarung zur Sicherstellung des Schutzauftrages nach § 8a Abs. 3 und § 72a SGB VIII zwischen den freien Trägern und der Region Hannover. Sie trat am 01.01.2014 in Kraft.

Wir sind als Kindergarten gesetzlich verpflichtet, den Schutzauftrag im Sinne des § 8a SGB VIII wahrzunehmen.

Für Kindertagesstätten gibt es ein vereinbartes Verfahren zur Erfassung von Kindeswohlgefährdung und zur Umsetzung des Schutzauftrages. Dieses Verfahren ist allen pädagogischen Fachkräften bekannt und wird regelmäßig in Dienstbesprechungen oder Studientagen thematisiert. Wir gestalten unseren Kindergarten als sicheren Ort für alle Kinder. Nehmen wir als Fachkräfte gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung wahr und wurde im Team ein Gefährdungsrisiko abgeschätzt, sind wir verpflichtet, „eine insofern erfahrene Fachkraft“ hinzuzuziehen. Gemeinsam mit den Eltern werden Lösungen gesucht oder Hilfsangebote vorgeschlagen. Wenn die angebotenen Hilfen nicht ausreichen, die Gefährdung abzuwenden, muss das Jugendamt, der Kommunale Sozialdienst, eingeschaltet werden.

Genderperspektiven ergeben sich als Leitlinien nach § 78 SGB VIII zur geschlechterdifferenzierten Arbeit mit Mädchen und Jungen in der Kinder- und Jugendhilfe.

„Gender“ bedeutet das soziale Geschlecht.

Gender bedeutet bewusste Wahrnehmung der Geschlechter und beinhaltet Möglichkeiten zur Identitätsbildung und Identitätsfindung. Mädchen und Jungen müssen ihre eigene Geschlechtsidentität entwickeln können, ohne durch stereotype Sichtweisen, Zuschreibungen oder Vorurteile in ihren Erfahrungsmöglichkeiten eingeschränkt zu werden. Räume und Außengelände sollen so gestaltet sein, dass sich Jungen und Mädchen wohlfühlen können. Das Spiel- und Materialangebot soll Mädchen und Jungen gleichermaßen und auch geschlechterspezifisch ansprechen. Jungen und Mädchen können sich in verschiedenen Spielbereichen erproben und gleichberechtigt teilnehmen oder auch abgrenzen. Jungen und Mädchen erhalten die gleichen Chancen, die gleiche Aufmerksamkeit und Unterstützung der pädagogischen Fachkräfte. Die Bildungsprozesse werden geschlechterbewusst und geschlechtergerecht gestaltet.

Kontakt

Kindergartenleiterin Evelyn Marx-Lampe
Osterfeldstr. 6
31177 Harsum
Tel.: 05127 4658
Fax: 05127 808

Leiterin
Erzieherin in der Sonnengruppe
Koordinatorin des Familienzentrums